Freitag, 8. Dezember 2017

Leicke Sharon ActivityTracker WD67206

Es ist noch nicht mal Weihnachten und bei mir trudeln schon die Pakete ein... Ein weiterer Produkttest hat sich nun doch noch ganz spontan ergeben. Das überaus freundliche Team von Leicke in Leipzig hat sich bei mir gemeldet und mir angeboten den ActivityTracker WD67206 zu testen. Die Bewerbung war schon vor einigen Monaten raus gegangen, leider hatte ich damals keine (positive) Rückmeldung bekommen und war deshalb davon ausgegangen, dass ich dieses Mal leider nicht dabei bin. Umso mehr habe ich mich gefreut als ich gelesen habe, dass nun doch noch ein Exemplar für mich drin ist. Daumen hoch von mir!

Der Sharon ActivityTracker WD67206 - Erster Eindruck

Der ActivityTracker ist nun seit einiger Zeit an meinem Handgelenk und wurde seitdem nur sehr selten abgelegt. Das gute Stück kommt in einem kleinen Karton daher der auf der Vorder- und Oberseite ein Sichtfenster aufweist, sodass man den ActivityTracker schon vor dem Auspacken begutachten kann.
Die Form und das Design gefallen, das Gewicht stört nicht (ich bin seit meiner Jugendzeit kein Uhrenträger mehr) und das Gerät trägt nicht übermäßig auf. Auf der Seite von Leicke wird das Gerät ausschließlich in schwarz angeboten, meines Wissens gibt es keinerlei Farbauswahl oder Individualisierungsmöglichkeit. Für mich ist das kein Problem, ich bin mit dem "kleinen Schwarzen" vollkommen zufrieden.
Der ActivityTracker besteht aus einem angenehm weichen Armband und dem Gerät selbst. Auf der Unterseite des Trackers befinden sich eine grüne LED und ein Empfänger welche den Puls messen. Auf der Vorderseite lässt sich über ein Display die aktuelle Uhrzeit + Datum, Puls, Kalorienverbrauch, Schritte sowie zurückgelegte Kilometer ablesen. Das Display schaltet sich immer ein wenn man den Arm hebt oder wenn man auf das Display drückt.

Erste Einrichtung

Die erste Einrichtung gestaltet sich dann recht simpel. Zuerst sollte man das Armband anlegen - klar. Nachdem man das Gerät gestartet hat kann man am Smartphone auch schon in den BT-Verbindungen nach dem smarten Armband suchen und sich auch gleich verbinden. Das hat bei mir erfreulich schnell funktioniert.
Es macht dann durchaus Sinn sich die Leicke SmartLife App herunterzuladen. Diese verbindet sich bei jedem Aufrufen mit dem ActivityTracker und aktualisiert die Daten, vorausgesetzt BT ist am Smartphone aktiviert.
Sobald die Daten synchronisiert wurden lassen sich Schritte, Puls, verbrannte Kalorien sowie die Schlafphasen untersuchen.




Der ActivityTracker im Alltag

Im Alltag und am Handgelenk fällt der ActivityTracker nicht weiter auf. Und das ist gut so! Ich brauche kein Gerät am Körper, welches mich bei normalen Bewegungen oder Haltungen stört. Es soll mir eher den Alltag erleichtern, zum Beispiel durch das automatisch einschaltende Display wenn ich den Arm hebe.
Bei sportlichen Aktivitäten werden die Daten zuverlässig aufgezeichnet. Beim Laufen, Radfahren und Schwimmen nutze ich schon seit längerer Zeit sehr gerne und viel die smarten Kopfhörer "The Dash" von Bragi. Diese besitzen einen internen Speicher von 4 GB (?), lassen sich per Bluetooth mit einem Zuspieler verbinden, können per LED den Pulsschlag im Ohr messen, bieten eine bunte Auswahl an Sensoren und reagieren unter anderem auf Toucheingabe (im Grunde ein doppelt gemoppeltes Wort) oder Gestensteuerung mit dem Kopf. Insgesamt unglaublich tolle Teile.
Jedoch kann man nicht den ganzen Tag mit Knöpfen in den Ohren herumlaufen und die Schlafphasen kann man damit auch nicht aufzeichnen. Was liegt also näher, als sich einen ActivityTracker anzulegen?
Mittlerweile hat es sich bei mir eingebürgert, dass ich möglichst jeden Tag auf mein eingestelltes Ziel an Schritten kommen möchte und das auch meistens schaffe. Am Ende des Tages checke ich zusätzlich ab und zu die gelaufenen Kilometer und verbrannten Kalorien (soweit ich weiss alles nur errechnete Werte).
Nach der Zeit in der ich das Gerät jetzt benutzt habe hat sich bereits ein Profil entwickelt und ich sehe wo bzw. wann ich noch ein Schippchen Aktivität mehr drauflegen muss.

Das Display und seine Bedienung

Das Display ist ein OLED Display und offensichtlich nicht besonders energiehungrig. In der Regel hält bei meiner Nutzung ein vollständiges Aufladen des Akkus ca. eine Woche. Dann wird durch ein blinkendes Batteriesymbol signalisiert, dass der Akku demnächst so weit leergefahren wurde, dass das Gerät ausgeschaltet werden muss. Dieser ist aber glücklicherweise sehr schnell wieder aufgeladen.
Auf dem Display werden (je nachdem wie es in der App eingestellt ist) Uhrzeit und Datum, Herzschlag, Anzahl der Schritte, gelaufene Kilometer und verbrannte Kalorien angezeigt (die Reihenfolge lässt sich ebenfalls in der App anpassen).
Die Anzeige lässt sich dabei auf den rechten wie auch auf den linken Arm einstellen, auch kann man vorgeben ob man eine waagerechte oder senkrechte Anzeige bevorzugt. Je nachdem wie es eingestellt ist können mehr oder weniger Details angezeigt werden.
Desweiteren bekommt man auf Wunsch auch Benachrichtigungen für Anrufe und SMS. WhatsApp Nachrichten o.ä. bzw. deren Absender können zur Zeit noch nicht angezeigt werden, das ist aber evtl. ein Punkt für weitere Updates.
Auch ein Nachtmodus wird angeboten. Dadurch wird das Display abgestellt. Ob es nun wirklich nur darum geht, dass es sich nicht einschaltet wenn man den Arm  so hält als wollte man die Uhr lesen oder ob es noch eine andere Anwendung gibt kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall musste ich Nachts bisher schon aktiv auf das Display tippen um es einzuschalten.

Fazit

Insgesamt bin ich mit dem ActivityTracker zufrieden. Die Funktionen die er bereits jetzt bietet gefallen mir sehr gut. Es kommen (Stand Dezember 2017) recht häufig Updates. Ob diese nun mehr Fehlerbehebungen als neue Funktionen enthalten kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall wird wohl auf Kundenwünsche eingegangen, das lassen jedenfalls die Kommentare aus dem PlayStore erahnen.
Die Qualität des Gerätes geht in Ordnung! Es macht einen guten Eindruck und Kratzer habe ich bis jetzt keine erkennen können. Auch dass es bis zu einer bestimmten Tiefe beim Tauchen wasserfest ist gefällt mir sehr gut. Mehrere Saunagänge musste mein Gerät nun auch schon über sich ergehen lassen und bis jetzt hat das Versprechen von Leicke Wort gehalten, mein ActivityTracker funktioniert noch immer.
Das automatische Einschalten des Displays funktioniert ebenfalls sehr gut. So habe ich (übrigens auch im Dunkeln) immer eine Armbanduhr die sich auch nur dann einschaltet wenn ich Informationen von ihr benötige.
Leider musste ich feststellen, dass die App noch nicht 100 % korrekt programmiert zu sein scheint. Manchmal gibt es Probleme bei der Übertragung von Einstellungen, diese werden vom Gerät einfach nicht übernommen und beim nächsten Starten der App sind diese auch wieder zurückgesetzt.
Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal ganz besonders bei Leicke bedanken von denen ich diese tollen und interessanten Geräte immer mal wieder zur Verfügung gestellt bekomme.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Sonntag, 1. Oktober 2017

HACHEZ A Matter of Taste

Jetzt wird es süß...


Und wieder einmal hat der Postbote etwas bei mir abgeliefert. Heute dreht es sich um die HACHEZ A Matter of Taste Schokoladen. Diese gibt es aktuell bei men'sbrands zu testen.

Im Testpaket befanden sich insgesamt 12 Tafeln Schokolade, zwei pro Geschmacksrichtung. Außerdem lag dem Paket die aktuelle Playboyausgabe bei.

2 Tafeln Milde Vollmilch 33%
2 Tafeln Feine Vollmilch 44%
2 Tafeln Dunkle Vollmilch 55%
2 Tafeln Edle Bitter 66%
2 Tafeln Dunkle Bitter 77% und
2 Tafeln Intensive Bitter 88%
1 Playboy

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Verpackungen sehr ansprechend aufgemacht sind. Die dezenten Farben wirken angenehm und passend zu einer hochwertigen Schokolade.

Wie kamen die Schokoladensorten bei anderen an?

Um auch ein breit gefächertes Abbild der Meinungen zu den Schokoladen zu bekommen habe ich von jeder Sorte jeweils eine Tafel an die Arbeitskollegen und -kolleginnen verteilt. Dazu habe ich mir dann mithilfe des Schulnotensystems konkrete Benotungen geben lassen.

Die Kollegen haben fleißig probiert und mir freundlicherweise auch Ihre ehrlichen Meinungen übermittelt. So haben sich folgende Ergebnisse herausgestellt:

Milde Vollmilch 33 %: Durchschnittsnote 3

Feine Vollmilch 44 %: Durchschnittsnote 2

Dunkle Vollmilch 55%: Durchschnittsnote 2

Edle Bitter 66%: Durchschnittsnote 2
 
Dunkle Bitter 77%: Durchschnittsnote 3

Intensive Bitter 88%: Durchschnittsnote 2

Und wie ist meine eigene Meinung?

Meine persönliche Meinung ist, dass die besonders dunklen Schokoladen tatsächlich angenehm herb schmecken. Ich bin ein absoluter Fan von möglichst dunkler Schokolade und dazu ein Kontrast wie Trauben o.ä.
Jedoch empfand ich den Nachgeschmack bei Intensive Bitter 88 % und Dunkle Bitter 77 % etwas "pappig", leider auch mal etwas fad.

Ab Edle Bitter 66 % hat sich dann ein feiner Schmelz entwickelt. Die Schokolade liegt bei mir meist eine Zeit lang auf der Zunge, zergeht dann langsam und so kann ich viel mehr Aromen schmecken als wenn ich einfach nur kaue. Der Nachgeschmack der mich bei den "hochprozentigeren" Kandidaten etwas gestört hat tritt hier nicht auf. Damit hat sich Edle Bitter 66 % bis hierher zu meinem Favoriten in dieser Testreihe gemausert, obwohl ich für gewöhnlich auf kakaohaltigere Schokoladen stehe.

Dunkle Vollmilch 55 % geht für meinen Geschmack auch noch i.O., wobei schon zu sagen ist dass es mir hier schon langsam etwas süß wird. Alles noch im annehmbaren Bereich, jedoch bin und bleibe ich Liebhaber der dunklen Schokoladen.

So sind mir dann Feine Vollmilch 44 % und Milde Vollmilch 33 % leider etwas zu süß. Dabei ist zu sagen, dass auch diese Sorten noch immer besser schmecken als andere nahmhafte Marken die man im Supermarkt oder wo auch immer kaufen kann. Nur treffen sie eben nicht meinen Geschmack.

Mein Fazit

Insgesamt hat mir dieser Test sehr gut gefallen. Bei einem Preis von 1,99 € UVP würde ich gerade noch zugreifen, dann aber tatsächlich auch nur bei der von mir favorisierten Edle Bitter 66 %. Die anderen Schokoladen hatten für meinen Geschmack entweder zu viel Süße, was dann den feinen Kakaogeschmack quasi beinahe übertüncht, andere hatten einen nicht so angenehmen Nachgeschmack. Ich wähle also die goldene Mitte.

Mittwoch, 30. August 2017

LEICKE Universalnetzteil 5-15 V NT33405

Passend zur (gerade zu Ende gehenden) Reisezeit möchte ich einen weiteren Produkttest mit Euch teilen. Es geht darin um das LEICKE Universalnetzteil 5-15 V NT33405.

Das Netzteil wurde mir freundlicherweise von LEICKE kostenlos zur Verfügung gestellt.
Im Lieferumfang befand sich das Netzteil, ein kleiner Schlüssel mit dem sich die Ausgangsspannung einstellen lässt, 9 Adapterstecker sowie eine kleine Tasche in der das komplette Equipment untergebracht und transportiert werden kann. Das Netzteil wiegt gerade mal 116 Gramm, für Reisen ist es also optimal geeignet.
Grundsätzlich eignet sich das Netzteil für Einsätze in Ländern in denen man Eurostecker nutzen kann. Es besitzt keinen Schutzleiteranschluss und ist der Schutzklasse II zugeordnet.

Der eigentliche Nutzen des Netzteils liegt darin, dass man damit eine Menge unterschiedlicher Verbraucher (nacheinander) laden kann. Man spart sich also im besten Fall viele Netzteile und muss nur noch dieses eine mitnehmen. Durch die 9 Adapterstecker findet sich ganz sicher für so ziemlich jedes elektronische Gerät eine Lademöglichkeit. In meinem diesjährigen Urlaub, in dem ich das Netzteil ausgiebig genutzt habe, konnte ich meine Digitalkamera, mein Smartphone, meinen BT-Lautsprecher sowie meine Powerbank problemlos laden. Sämtliche benötigten Adapter waren vorhanden und haben gepasst. Zum Lieferumfang gehören folgende Adapter:
2,5*0,7 mm; 3,5*1,35 mm; 4,0*1,7 mm; 5,5*2,1 mm; 5,5*2,5 mm; Mini USB, MicroUSB, USB-Buchse.

Zu beachten ist, dass man die korrekte Ausgangsspannung wählt. Diese erfährt man in der Regel durch einen Blick auf den Verbraucher. An der Ladebuchse sollte die benötigte Spannung (und der Strom) verzeichnet sein. Folgende Ausgangsspannungen/Ströme lassen sich einstellen:
5 V/2,4 A; 6 V/2 A; 7,5 V/2 A; 9 V/2 A; 10 V/2 A; 12 V/1,5 A; 15 V/1,5 A.
Wenn das Netzteil genutzt wird leuchtet auf der Vorderseite eine helle LED, so hat man immer die Möglichkeit zu sehen, ob der Akku gerade frisch getankt wird.

Besonders praktisch: Das Netzteil stört sich nicht daran ob es mit 100 V oder 230 V gespeist wird. Laut Hersteller passt es sich automatisch an die Eingangsspannung an. Das vermeidet, dass tolle Urlaubserlebnisse fotografisch nicht festgehalten werden können und man seine Nerven aufreibt. Ich selbst habe die Funktion an einem regelbaren Transformator getestet und konnte keinerlei Probleme feststellen.

In meinem Fazit komme ich zu dem Schluss, dass ich ab sofort mehr Platz für andere Dinge als unnötige Netzteile habe und auch noch Gewicht spare. Das Universalnetzteil arbeitet sicher, wird nicht ungewöhnlich heiß und war ein treuer Begleiter.

Sonntag, 13. August 2017

Mein Fazit zum Huawei P10 Lite

Moment... vor lauter detaillierter Berichte muss ich mich doch nochmal umschauen... richtig, das abschließende Fazit fehlt noch! Das bekommt Ihr heute vor die Nase gesetzt.

Was halte ich nun also vom "abgespeckten" Mittelklasse Smartphone? Konnte es mich überzeugen? Überwiegen die positiven Eindrücke? Und was ist bei diesem Gerät vielleicht nicht so gut gelöst? Ich beantworte euch diese Fragen aus meiner Sicht!

Alles auf Anfang!

Aber nochmal von vorn. Um was geht es hier, wie kam das alles zustande und warum teste ich überhaupt?
In meinen aktuellen Berichten kümmere ich mich um das Huawei P10 Lite aus dem Jahre 2017. Dabei handelt es sich um ein Smartphone, welches, wie der Name schon erahnen lässt, eigentlich nicht zur Oberklasse gehört. Trotzdem, dass es nicht eines der teuren Modelle ist hat es sehr viel zu bieten. Immerhin sogar so viel, dass man meinen könnte, man hätte doch ein Top-Modell in den Händen. Das Smartphone weist abgerundete Kanten an Vorder- und Rückseite auf was der Hand schmeichelt wenn man das Telefon bedient. Zudem ist auch die Rückseite mit einer Glasoberfläche ausgestattet. Außerdem ist der Body aus Aluminium gefertigt und fühlt sich dementsprechend hochwertig an. Auch die Kamera bietet viel und lässt einen nicht vermuten, dass dieses Smartphone im Handel für zur Zeit (August 2017) rund 269 € zu erstehen ist. Dazu ist das Betriebssystem auf dem neuesten Stand und es gibt unglaublich viele nützliche Funktionen die einem eine Menge Arbeit abnehmen.

Pros

Kommen wir also zu den Dingen die mir gefallen haben. Da fällt mir gleich wieder das erste Bedienen des P10 Lite ein. Trotzdem, dass es ein großes Display bietet hatte ich keinerlei Probleme das Gerät mit einer Hand zu bedienen. Auch die Tatsache, dass die Rückseite wirklich etwas sehr rutschig geraten ist stört mich nicht beim Arbeiten mit dem Gerät.
An der Verarbeitung konnte ich bisher keinen Makel erkennen. Sämtliche Materialien erscheinen hochwertig und passen in meinen Augen gut zueinander. Im Testzeitraum konnte ich zudem keine Abnutzungserscheinungen oder gar Kratzer erkennen. Wie sich das Gerät auf lange Sicht schlägt kann nur ein Langzeittest klären. Sollte ich einer der glücklichen Gewinner des P10 Lite sein reiche ich den entsprechenden Bericht in ca. einem Jahr dann gerne nach.
Die Benachrichtigungs LED hat es mir sowieso angetan. Ich stehe einfach drauf ohne das Display einschalten zu müssen trotzdem zu wissen, was der aktuelle Status ist. Beispielsweise erkenne ich ob ich Anrufe verpasst habe, Nachrichten eingetrudelt sind oder, besonders wichtig, ob der Akku sich langsam nach frischem Saft sehnt.
Auf dem P10 Lite ist nicht massig Software vorinstalliert. Sicher, eine hauseigene App für Fitness, Wetter, Kalender, Musik, E-Mail, usw. braucht es nicht zwingend. Für all diese Anforderungen habe ich mich schon vor langer Zeit für bestimmte andere Apps entschieden in denen auch meine Daten gespeichert sind und die ich weiter nutzen möchte. Jemand der ganz neu in die Smartphonewelt einsteigt dürfte aber gerne darauf zurückgreifen. Viele der vorinstallierten Apps und Spiele lassen sich deinstallieren, so erhält man wieder etwas Speicherplatz.
Auf den Fingerabdrucksensor möchte ich mittlerweile auch nicht mehr verzichten. Um es kurz und knapp zusammenzufassen: Er reagiert wahnsinnig schnell, sicher und zuverlässig. Bis jetzt konnte er auch nicht überlistet werden, es werden wirklich nur die Fingerabdrücke zugelassen, die auch registriert sind.
Das Display an sich ist hell, knackig scharf und gibt Farben sehr schön wieder. Auch beim gemütlichen Treffen am Strand unter der Mittagssonne ist alles ohne Probleme ablesbar.
Ich habe mich nochmal weiter mit der Kamera beschäftigt und so einige Funktionen entdeckt, die die Fotos noch realistischer und hochwertiger wirken lassen. Auch Panorama- und Zeitrafferaufnahmen habe ich neuerdings für mich entdeckt.
Es gibt sicherlich noch eine Menge anderer toller Funktionen und Eigenschaften des Gerätes die ich aber an dieser Stelle nicht alle noch aufzählen kann, weil sonst der Bericht zu lang werden würde.

Cons

Natürlich kann auch bei diesem Smartphone nicht alles nur begeistern. Da wäre der Speicherplatz, der mit 32 GB für meinen Geschmack gerade noch so ausreichend bemessen ist. 64 GB würden mir ein, sagen wir mal, besseres/sichereres Gefühl geben. Etwas bitter ist dabei aber, dass diese 32 GB schon zu einem großen Teil vom Betriebssystem belegt werden. So bleibt einem noch etwa die Hälfte der gesamten Kapaziät für eigene Daten. Diese lassen sich aber selbstverständlich auch relativ unkompliziert auf eine externe Micro-SD-Karte auslagern.
Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist die Bluetoothverbindung. Trotzdem, dass das Telefon von den meisten kopplungsbereiten Geräten gefunden wird kann bei vielen keine Verbindung hergestellt werden. Das ganze habe ich mit 8 verschiedenen Geräten ausprobiert. Ich suche derzeit noch nach Lösungen mit denen ich die Kopplung evtl. doch noch zustande bringen kann. Auch NFC hat nur mäßig funktioniert. Ein Bluetoothlautsprecher reagiert zwar, aber das nicht sicher und eine Verbindung wird trotzdem nicht aufgebaut. Mit meinen anderen NFC-fähigen Geräten war das nie ein Problem.
Die Rückseite des P10 Lite ist tatsächlich zu rutschig. Als ich das erste Mal von heruntergefallenen Geräten gelesen habe konnte ich mir das ganze noch nicht wirklich erklären. Zwischenzeitlich war auch mein Gerät dann bei mir angekommen und so musste ich irgendwann feststellen, dass es schon reicht, wenn das Telefon auf einem Untergrund liegt und nur der Netzstecker verbunden ist. Augenblicklich wird das Telefon in die Richtung gezogen aus der der Netzstecker kommt. Auch gleitet das P10 Lite regelrecht auf einem Tisch, wenn man es leicht antippt. Leider bleibt dieses Rutschen auch nicht aus wenn man über die Tastatur swypen möchte. Dann verrutscht das Smartphone nämlich und man kann nicht mehr vernünftig schreiben. Aus diesem Grund empfiehlt es sich das Gerät immer in die Hand zu nehmen, will man es bedienen.
Zu guter Letzt habe ich noch bis heute Probleme mit der Sim-Karte bzw. dem Sim-Karten-Slot. Irgendwie wird die eingelegte Sim-Karte immer wieder abgemeldet und ich muss sie erst entnehmen, bevor ich wieder verbunden werden kann. Das nervt! Und ich hoffe, dass ich entweder den Grund dafür finde oder, dass das Gerät ausgetauscht wird. Es ist immerhin erst wenige Wochen in meinem Besitz und das Problem bestand quasi von Anfang an.

Abschließendes Fazit

Um auf meine Fragen vom Anfang dieses Beitrages zurück zu kommen: Was halte ich also nun vom Huawei P10 Lite? Ich denke, es hat das Zeug in seiner Klasse ein Anführer zu werden. Zu dem Preis bietet es viel und hat nur wenige Macken mit denen man evtl. nicht leben könnte. Teile der angesprochenen negativen Punkte könnten evtl. durch ein Update behoben werden oder sind wahrscheinlich Probleme die nicht jedes Gerät betreffen werden. Wer nach einem modernen und gut ausgestatteten Smartphone zum schmalen Preis sucht dürfte mit dem P10 Lite gut bedient sein.